Zistrose gegen Zecken

Wer auf der Suche nach einem natürlichen Schutz gegen Zecken ist, sollte einmal Zistrose ausprobieren.

Hundehalter aber auch Besitzer von freilaufenden Katzen kennen das, wenn die Zeckensaison wieder beginnt. Wobei es in Deutschland ja inzwischen ganzjährig Zecken geben kann und man sich wohl wirklich nur bei Minusgraden in relativer Sicherheit vor diesen blutsaugenden Parasiten wähnen kann. Ab dem Frühjahr, spätestens wenn das Thermometer kontinuierlich über 10 Grad Celsius steigt, kann man warten, bis der Hund oder die Katze, die erste Zecke mit nach Hause bringt. Und bei einer Zecke bleibt es leider nicht.

Schutz gegen Zecken muss sein

Zecken können bei Hunden (und auch bei Menschen) zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Beim Menschen ist die FSME sehr gefürchtet, bei Hunden die Borrliose (die auch Menschen schwer zu schaffen machen kann, siehe auch Borreliose und Zistrose). Nicht immer möchte man aber zur chemischen Keule greifen und mancher Hund verträgt die gängigen zwar zuverlässigen aber doch sehr giftigen Spot-On und Zeckenhalsbänder einfach nicht.

Natürliche Mittel gegen Zecken

Und so wird bei den natürlichen Mitteln geschaut und ausprobiert. Auch wir haben mit unseren Hunden schon einiges durch. Außerhalb der Zeckenhochsaison schützen wir unseren Hund zum Beispiel mit einem Bernsteinhalsband für Hunde. Im Sommer haben wir dann doch auf andere Halsbänder gesetzt. Allerdings, unter Hundehaltern spricht man ja auch, kennen wir einige Herrchen und Frauchen, die auch auf Zistrosekapseln setzen und ihrem Hund in der Zeckensaison jeden Tag eine Kapsel geben und schwören, dass dieser deshalb keine Zecken habe.

Da wir uns selbst nicht im Gebüsch rumtreiben, kann unser Zistrosetee-Genuss (auch im Sommer trinken wir ab und an mal eine Tasse) leider weder für noch gegen eine wirksame Zeckenabwehr sprechen. Wir hatten früher schon nie Zecken (es hat Vorteile alt genug zu sein, um auf dem Waldweg zu bleiben). Wir haben aber den Eindruck, dass der Genuss von Zistrose gegen Mücken hilft.

Zistrosetee und Zistrosekapseln als Zeckenschutz für den Hund

Ich habe leider keine Zistrosekapseln für Haustiere gefunden. Wer also entsprechende Präparate kauft und bei seinem Hund anwenden möchte, sollte das jeweilige Präparat und seine Inhaltsstoffe vielleicht doch besser mit dem Hausarzt absprechen. Man sollte zum Beispiel kein Präparat nehmen, in dem zusätzlich noch Vitamin C enthalten ist. Das können Hunde auch selbst herstellen, das muss also nicht zusätzlich künstlich zugeführt werden. Natürlich kann man auch versuchen, seinen Hund mit Cistustee gegen Zecken zu beglücken, dann einfach eine halbe Tasse morgens und abends über das Futter geben. Verweigert der Hund dann allerdings die Nahrungsaufnahme, dann sollte man davon absehen. Oder man mischt dem Hund einfach das Zistrosenkraut unter das Futter, mit dem man sich zuvor selbst einen Tee aufgegossen hat. Da man das Kraut auch ein zweites Mal aufgießen kann, und es immer noch viele gesunde Inhaltsstoffe hätte, reicht das meist aus, um beim Hund bereits eine Wirkung zu erzielen.

Wer selbst viel in Wald und vor allem auf der Wiese unterwegs ist, sollte mit ein bis zwei Cistus-Kapseln pro Tag (bitte Packungsbeilage beachten) ein Ergebnis gegen Zecken und Mücken erzielen können. Selbst wenn diese nicht gegen Zecken oder Mücken helfen sollten, so stärkt Cistus auch die Immunabwehr. Bei Zeckenbisse hilft dann auch die Salbe.

Andere natürliche Mittel gegen Zecken – Bernstein und Co.

Ein natürliches Mittel gegen Zecken beim Hund ist auch die Bernsteinkette. Auch Schwarzkümmelöl soll helfen. All dies sind Mittel, die ohne Chemie, Zecken vom Hund fernhalten sollen. Denn ein möglichst wirksamer Zeckenschutz ist ab einer bestimmten Temperatur für die Gesundheit des Tieres absolut wichtig. Denn Zecken können auch für Hunde gefährliche Krankheiten wie Borreliose und Co. übertragen.

Weitere natürliche Anti-Zeckenmittel

  • Kokosöl gegen Zecken.
  • Bierhefe gegen Zecken.
  • Ätherische Öle wie zum Beispiel Antizeckspray von Anifit.
  • Bernsteinkette für Hunde gegen Zecken.
  • Schwarzkümmelöl.
  • Selbstgemachtes Sprühöl aus Zitronenöl (10 ccm), australisches Eukalyptusöl (20 ccm) und 100 ml Wasser.

Alle natürliche Anti-Zeckenmittel haben allerdings eins gemein: So richtig nachvollziehbar ist die Wirkweise nicht. Das gilt auch bei der Frage, wie Zistrose nun gegen Zecken wirkt und ob es wirklich einen Effekt hat. Im Zweifelsfall sollte man es einfach ausprobieren. Mag der Hund Zistrose und verträgt er sie auch, spricht nichts gegen einen Versuch. Ein paar Tage Zeit sollte man der Zistrose geben, um zu wirken. In dieser Zeit sollte man seinen Hund aber sehr aufmerksam nach Zecken untersuchen und Zecken möglichst umgehend entfernen. Je länger die Blutsauger am Tier haften, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Krankheit übertragen. Entfernen kann man Zecken am besten mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte.

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