Zistrose Tinktur

Statt Cystustee und Zistrosenabsud gibt es auch die Möglichkeit aus dem Zistrosenteekraut eine Tinktur herzustellen. Eine solche Tinktur lässt sich auch einfach selber machen. Die Herstellung einer Tinktur ist aber etwas aufwändiger und man braucht mehr als nur einen Teekocher, etwas Wasser und Zistrosenkraut hierfür.

Bei der Zistrosentinktur werden mit Hilfe von Alkohol die wichtigsten Inhaltsstoffe und ätherische Öle gewinnen.

Zubereitung Zistrosentinktur selber machen

Zutaten für die Tinktur

  • Getrockneten und geschnittenen Zistrosenkraut
  • Etwa 70 bis 90 % Alkohol (zum Beispiel Weingeist)
  • Leeres Gefäß mit gut schließendem Deckel (Marmeladenglas, Mayonnaiseglas).
  • Weiteres leeres Gefäß zum Umgießen.
  • Sieb, Kaffeefilter
  • Lichtgeschütztes Gefäß (Zum Beispiel Braunglasflasche, wie man es aus der Apotheke kennt) (Braunglasflasche 100ml)
  • Trichter

Zubereitung Tinktur

Das Gefäß wird zur Hälfte mit den getrockneten Zistrosenblättern gefüllt. Nun wird das Ganze mit dem Alkohol aufgefüllt. Die Zistrosenblätter müssen mit dem Alkohol gut bedeckt sein, nichts darf in der Luft liegen. Das Glas wird nun verschlossen und an einem dunklen nicht zu kalten und nicht zu warmen Ort aufbewahrt, und zwar vier bis sechs Wochen lang. Das Glas sollte nicht im Kühlschrank stehen! Ein Schrank neben dem Backofen ist ebenso ungeeignet. Desto länger man das Ganze stehen lässt, desto mehr Inhaltsstoffe können sich aus dem Zistrosentee lösen und in die Flüssigkeit übergehen, desto gehaltvoller wird also die Tinktur.

Nach der Ziehzeit (Perkolation) wird die Flüssigkeit zunächst durch ein grobes Sieb in einen anderen Behälter umgefüllt. Gut abtropfen lassen. Dann wird ein feineres Sieb genommen und das ganze erneut abgegossen. Die Tinktur ist nun fertig.

Aufbewahrung der Zistrosentinktur

Die fertige Zitrosentinktur nun mit einem Trichter in eine lichtgeschützte Flasche umfüllen. Am besten eignet sich dafür eine Braunglasflasche, wie man sie auch aus der Apotheke kennt. Die Tinktur sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden und hält sich, vor allem wenn sehr hochprozentiger Weingeist genutzt wurde, etwa ein Jahr.

Welcher Alkohol zur Herstellung der Zistrosentinktur?

Am besten nutzt man dafür hochprozentigen Weingeist, den man online bestellen kann. Diesen gibt es von knapp 70 Prozent bis hin zu über 90 Prozent. Die Zistrosentinktur kann man aber auch mit klarem hochprozentigem Wodka oder klarem Korn herstellen. Hierbei gilt: Desto mehr Prozente Vodka oder Korn haben, um so besser. Wichtig ist eben einen Alkohol ohne großen Eigengeschmack zu verwenden.

Zubereitung der Zistrosentinktur ohne Alkohol

Um eine Tinktur herzustellen ist nicht unbedingt immer Alkohol nötig. Eine Zistrosentinktur lässt sich ebenso mit Öl oder sogar mit Apfelessig herstellen. Allerdings lösen sich mit Hilfe von Öl und Essig nicht so viel Inhaltsstoffe aus der Zistrose wie eben bei der Herstellung der Tinktur mit Alkohol. Auch ist eine solche Tinktur nicht so lange haltbar und sie sollte regelmäßig geschüttelt werden.

Anwendung Cistustinktur

Cistustrinktur wird vor allem äußerlich angewendet. Die Tinktur kann zum Beispiel aufgetupft werden oder man nutzt sie verdünnt zum Gurgeln bei Entzündungen im Halsbereich oder bei Zahnfleischentzündungen. Man kann die Tinktur auch aufgießen und für Teilbäder nutzen. Nur zum trinken als Zistrosentee ist sie, selbst verdünnt, wegen ihrem Alkoholbestandteil, nicht mehr geeignet.

Cystustinktur ist nicht für Kinder geeignet

Da die Cystustinktur mit Alkohol hergestellt wird, ist sie nicht für Kinder, Alkoholkranke und Leberkranke geeignet. Anders sieht es natürlich aus, wenn man sie mit Öl herstellt. Eine normale Tinktur würde man aber mit Alkohol fabrizieren.

Was ist eine Tinktur?

Eine Tinktur (lat. tinctura, Färben) ist ein aus pflanzlichen oder tierischen Grundstoffen hergestelltes Extrakt. Hergestellt wird dieses mittels Mazeration oder Perkolation. Bei der Perkolation würde Wasser oder Alkohol durch ein festes Substrat (in diesem Fall der Tee) geleitet werden. Ein bekanntes Verfahren dieser Art ist zum Beispiel die Zubereitung von Kaffee mit Hilfe eines Kaffeefilters. Bei der Mazeration hingegen wird der Ausgangsstoff in Wasser, Öl oder Alkohol eingelegt. Dabei wird der Ausgangsstoff aber nicht aufgelöst, die löslichen Bestandteile gehen in die Flüssigkeit über.

Die unterschiedliche Technik bei Perkolation und Mazeration wird auch durch die Bedeutung der dafür verwendeten lateinischen Worte klar. Währen Perkolation vom lat. percolare kommt, was so viel wie durchsickern bedeutet, leitet sich Mazeration vom lateinischen macerare ab, was soviel wie einweichen bedeutet.

Siehe außerdem: Zubereitung Zistrosen Tee und Zubereitung Zistrosen Absud sowie Zistrose Anwendung.