Fehler bei der Teezubereitung

Teekochen ist eigentlich ganz einfach. Wasser zum kochen bringen, Teebeutel in den Becher hängen und Wasser drübergießen. Klingt einfach, ist es aber nicht immer. Natürlich gibt es standardisierte Teesorten, die mit 100 Grad heißem Wasser zufrieden sind und bei denen es gleich ist, ob der Teebeutel zwei Minuten oder 20 Minuten im Wasser hängt. Aber einige Teesorten sind dann doch etwas empfindlicher.

Häufige Fehler bei der Teezubereitung

Hier also die häufigsten Fehler, die bei der Teezubereitung gemacht werden. Siehe auch Zistrosentee Zubereitung.

Tee falsch aufbewahren

Häufig kann der Tee nichts werden, da bei der Aufbewahrung gerade von losem Tee einiges falsch gemacht wird. Guter loser Tee sollte unbedingt vor Luft und Licht geschützt werden. Dieser Tee darf zudem nicht feucht werden, da er dann schimmlig werden kann. In einer geschlossenen dunklen Dose ist solcher Tee am besten aufgehoben. Wer losen Tee vor Luft und Licht schützt, sorgt dafür, dass die ätherischen Öle sich nicht verflüchtigen und das kommt dem Aroma zugute.

Das zeigt aber auch, dass richtig guter Tee meist eben nicht in Teebeuteln daher kommt. Inzwischen sind einige Anbieter von Teebeuteln auf die Idee gekommen und packen die einzelnen Teebeutel daher noch einmal ein. Manchmal nur in einem Papiertütchen, was keinen optimalen Schutz verspricht, manchmal in einer kleinen Aromatüte. Guter Tee sollte aber eher frisch sein, das gilt auch bei grünen Tee und natürlich auch bei Zistrosentee.

Falsche Temperatur wählen

Nicht jede Teesorte verträgt kochend heißes Wasser. Einige sehr hochwertige gute Teesorten sollten keinesfalls mit kochendem Wasser aufgebrüht werden, da Aroma und Geschmack so zerstört werden. Wer also gerne Teesorten trinkt, die kein heißes Wasser vertragen, sollte vielleicht zu einem Wasserkocher mit Temperatureinstellung greifen.

Folgende Richtwerte gelten für die Wassertempratur beim Tee kochen

  • Grüner Tee, Weißer Tee 70 Grad
  • Gelber Tee, Oolong-Tee 80 Grad
  • Früchtetee, Kräutertee 100 Grad
  • Schwarzer Tee 100 Grad

Tee bitte nicht warmhalten

Häufig wird die Teekanne auf ein Stövchen gestellt. Eine kleine Flamme eines Teelichts hält die Kanne und damit en Tee warm. Das Teelicht ist durchaus so heiß, dass die Kanne und damit der Tee erhitzt bleiben und das tut dem Aroma und dem Tee-Geschmack wieder nicht gut. Am Ende kann der Tee so sogar trüb werden und nachdunkeln.

Viel hilft nicht immer viel – Tee nicht zu lange ziehen lassen

Gerade bei hochwertigen Teesorten sollte die empfohlene Ziehzeit eingehalten werden. Eine kurze Ziehzeit sorgt für viel Aroma und meist für weniger Bitterstoffe. Wer natürlich die Bitterstoffe mag, weiß nun auch, wie diese erhöht werden können. Betroffen sind insbesondere grüne und weiße Teesorten und auch der Schwarze Tee. Kräutertees und Früchtetees sind meist nicht so empfindlich. Hier macht eine Minute mehr oder weniger meist nichts aus.

Bei schwarzen Tee macht die Ziehzeit übrigens den Unterschied. Wer schwarzen Tee nur bis zu drei Minuten ziehen lässt, erhält ein anregendes Getränk. Wer die Teeblätter länger in der Teetasse oder Teekanne lässt, ein beruhigendes. Denn die Gerbstoffe im schwarzen Tee, die mit langer Ziehzeit entstehen, neutralisieren am Ende die Wirkung des Koffeins. Wer schwarzen Tee sehr lange ziehen lässt, erhält zu dem ein eher bitteres Getränk.

Falsches Wasser nehmen

Teetrinker schwören auf weiches Wasser. Zum einen verkalkt dann der Teekocher bzw. Wasserkocher nicht zu schnell (was gerade beim Wasserkocher aus Glas sehr unschön aussieht), zum anderen können sich die feinen Aromen eines guten Tees in weichen Wasser einfach besser entfalten. Zudem sorgt hartes Wasser dafür, dass sich auf dem Tee ein unansehnlicher Film bildet. Dieser ist zwar nur unschön, aber Tee trinken soll ja eine kleine Auszeit sein. Wer also in einer Gegend mit harten Wasser wohnt, sollte über das Filtern des Leitungswassers nachdenken.

Ingwertee richtig kochen

Ingwertee erfreut sich gerade im Winter großer Beliebtheit. Aber gerade bei seiner Zubereitung kann man sehr viel falsch machen. Damit Ingwertee optimal gegen Erkältung wirkt, sollte der Ingwer vorsichtig behandelt werden. Fehler bei der Zubereitung sorgen dafür, dass die wertvollen ätherischen Öle und Scharfstoffe verloren gehen und damit der Tee seine volle gesundheitliche Wirkung nicht mehr entfalten kann.

Häufig wird Ingwer zu grob geschnitten. Da die ätherischen Öle aber nur an den Schnittflächen austreten können, sind feine Scheiben (am besten Hobeln), deutlich besser geeignet. Zudem sollte der feingeschnittene Ingwer sofort mit kochendem Wasser übergossen werden. Denn ansonsten verflüchtigen sich die guten Inhaltsstoffe zu schnell.

 

Dieser Beitrag wurde am 19. Januar 2020 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Fehler bei der Teezubereitung

Schreibe einen Kommentar zu Christine Obereder Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.