Zistrose

Die Zistrosen (Cistus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Der Name Cistus leitet sich vom griechischen Wort Kistos ab. Im Englischen wird fein zwischen Cistus und Rockrose (Zistrose) unterschieden. Zur Zistrose gehören auch andere Pflanzen aus der Familie der Cistaceae wie Halimium, Helianthemum und Tuberaria. Aus dem Zistrosenkraut wird ein aromatischer Zistrosentee hergestellt.

Zzistrose - Cistus ladanifer

Es gibt verschiedene Arten der Pflanze Zistrose. Hier Cistus ladanifer.


Beschreibung der Zistrose-Pflanze

Die Zistrose ist eine immergrüne Pflanze. Sie kommt meist als Busch bzw. Gehölz oder Gestrüpp vor. Die buschigen Sträucher fallen auch wegen ihrem aromatischem Harz, dem Labdanum auf. Zistrose-Blüten gibt es in verschiedenen Farben von weiß, rosa bis purpur. Einige Zistrose Arten fallen durch einen auffälligen dunkelroten Fleck auf der Basis eines jeden Blütenblattes auf.

Die zahlreichen Staubblätter der Pflanze produzieren große Mengen an Pollen. Diese ziehen viele Insekten und natürlich auch Bienen an. Der daraus entstehende Honig wird Miel de Jara genannt (Honig von Jara, Jara ist ein weiterer Name der Zistrose im Spanischen, im Spanischen wird sie auch Estepa (Steppe) genannt).

Das Holz des Cistus Strauch der Art Cistus ladanifer wurde wegen seiner Zähigkeit früher auch zur Herstellung von kleinen Werkzeugen verwendet. Das Holz ist auch hervorragend als Brennstoff geeignet.

Die Cistus-Pflanze ist häufig eine der ersten Pflanzen, die nach einem Waldbrand wieder auf dem verbrannten Boden wächst.

Zistrose-Pflanzen sind zudem ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Macchie, einer speziellen Gebüschformation. Die Pflanzenformation der Macchie ist charakteristisch für Gebiete mit mediterranem Klima.

Vorkommender Zistrose

Verbreitet ist die Zistrose nicht nur im gesamten Mittelmeerraum, die Gattung kommt auch auf den Kanarischen Inseln vor. Dabei gibt es auf den einzelnen Inseln der Kanaren Arten, die dort endemisch sind und die damit nur dort vorkommen. So ist Cistus asper ein Endemit der Kanaren-Insel El Hierro. Auf Gran Canaria gibt es hingegen den Endemit Cistus gráncanariae. Der Cistus monspeliensis  ist hingegen alles andere als ein Endemit, dieser kommt nicht nur auf den Kanaren vor, sondern eben auch auf Montpellier, im Süden von Frankreich, daher auch der Name dieser Zistrose Art. Die Montpellier-Zistrose  findet man inzwischen im Mittelmeergebiet ostwärts bis Zypern.

Zistrose-Pflanzen bilden meist ein dichtes Unterholz, sie wachsen in einem gesamten Gebiet und bedecken es mit einem Dickicht. Dabei bevorzugen die Pflanzen meist saure Böden. Die Pflanzen sind sehr widerstandsfähig und bevorzugen trockene oder steinige Böden.

Aus der Zistrose lässt sich zum einen ein sehr gesunder Zistrosen Tee herstellen. Weitere Möglichkeiten der Verwendung sind ein Zistrosensud bzw. eine Zistrose Tinktur. Aber auch Tabletten, Salben und Kapseln sind dazu auf dem Markt.